Angst vor lauten Geräuschen

Drinnen bist du vielleicht ganz entspannt, aber draußen wird es dir schon mal unheimlich? Es scheppert, rattert oder knallt?

Dann ist deine Angst vor lauten Geräuschen da.

Zebrastreifen

Symptome

  • Fluchtreflex

  • unverhältnismäßige Gereiztheit bis zu Aggression

  • Anbellen/ Anknurren der Geräuschquelle

  • Panikattacke

  • Ohren flach am Kopf

  • geduckte Haltung

  • Rute gesenkt oder eingezogen

  • Zittern

  • Speicheln

  • Hecheln

  • erhöhte Herzfrequenz

  • Schwitzen an den Pfoten

  • emotional bedingten Harn- und Kotabsatz oder gänzliches Zurückhalten

Aus psychologischer Sicht

  • Auch bei den Menschen gibt es sie, die Angst vor Geräuschen. Diese unterscheidet sich in Angst vor bestimmten Geräuschen, unabhängig von der Lautstärke (Misophonie als Abneigung und Phonophobie als starke Angst) und der allgemeinen Angst vor Geräuschen.

Geräuschangst - Wie wird sie wahrgenommen?

  • Der betroffene Hund ist unruhig, wenn es beispielsweise nach draußen geht. Es muss nicht einmal Silverster oder die neue Baustelle an der Ecke sein. Je häufiger Geräusche mit negativen Erfahrungen verbunden werden, desto unheimlicher werden Lärmquellen und es kommen womöglich immer mehr dazu. Ein Fahrrad auf Kopfsteinpflaster, eine hupendes Auto,

Schatten

Ursachen für Geräuschangst

Warum gibt es sie?

  • Die Angst ist evolutionsbedingt sehr hilfreich. Sie schützt uns vor lebensgefährlichen Situationen, indem sie zu uns zu einer Reaktion bewegt, die Gefahr zu überwinden, sie abwehren und beseitigen. (Im höchsten Fall Flucht oder Angriff). Sie war also ein Fortpflanzungsvorteil.

 

Schubladendenken

  • Eine bedrohlich wirkende Situation muss binnen Sekundenbruchteilen eingeordnet werden, um schnellstmöglich eine Reaktion hervorzurufen.

  • Es hat sich in der Evolution als vorteilhaft erwiesen, bestimmte Situationen mit Erinnerungen an ähnliche Situationen zu verknüpfen, um schnell zu agieren. Es entsteht eine Bereitschaft, auf diese Reize mit Furcht zu reagieren.

  • Dadurch entstehen auch schon mal unpassende Vermeidungsstrategien: Von unterwürfigem Verhalten, Vermeidung, unvorhersehbarer Flucht bis hin zum plötzlichen Angriff als Verteidigung. 

  • Hierbei ist besonders zu beachten, das dieses Verhalten auch chronisch werden kann.

Was passiert wenn die Angst zunimmt?

  • Die Angst steigt und damit auch der verbundene Stresszustand.

  • Die Wahrnehmung für Lärmsituationen verändert sich zum Negativen, einfache Situationen können als gefährlich wahrgenommen werden.

Buntes Feuerwerk

Angst an Silvester/ Neujahr

Zuerst einmal entwickelt sich ein erfreuliches Bewusstsein für die unangemessene Lautstärke der Böller, sodass mittlerweile viele an Silverster darauf verzichten.

Hilfe bei Silvesterangst findet ihr auf der Seite Silvesterangst.

Schwarzer Hund

Was tun bei Geräuschangst?

Zuerst gilt es wie bei Ängsten allgein den Auslöser zu finden.

  • Sanfte Konfrontation. Bewusst steht hier an erster Stelle sanft, denn eine zu intensive Begegnung mit angstauslösenden Ereignissen könnten negative Gefühle nur verstärken. Hierfür kann man sich an Orte zu Zeiten herantasten, die wenig frequentiert sind. Beispiesweise eine Kreuzung am Sonntagmorgen oder ein Park ab "Prime Time" 20.15 Uhr, wenn viele dem Fernsehen folgen.

  • Zusammenhalt und Verständnis. Wichtig bei Ängsten ist, dass die Fellnase spürt, sie ist nicht allein, denn das gibt Sicherheit. Geduld ist ebenso wichtig, denn das einmal Gelernte braucht seine Zeit, bis es "überspielt" wird.

  • Aktualisierung. Wichtig bei Ängsten ist, dass die verknüpften "alten" Gefühle mit der gegenwärtigen Situation verglichen werden. Ist diese Angst jetzt passend und gerechtfertigt?

  • Bei Stress ist Routine sehr wichtig, sowie feste Ruhezeiten und geschützte Rückzugsorte.

Schatten

Hilfsmittel aus der Apotheke

  • Auch Bachblüten sind immer wieder ein beliebtes Mittel bei Stress und Unruhe. Diese gibt es in der Apotheke in Form von Tropfen und Drops. Die Wirkung bei regelmäßiger Einnahme entfaltet sich erst nach zwei Wochen, kann je nach Hund aber auch 6-9 Wochen dauern. Geduldet euch also, wenn ihr nicht in den ersten Tagen eine Veränderung bemerkt. 

  • CBD Öl ist ein Extrakt aus der Hanfpflanze, es soll weder berau­schend wirken, noch Abhän­gigkeit auslösen, stattdessen soll es entzündungshemmend, entspannend und schmerzlindernd wirken (Stand 2021).